Frühlingspflanzen

Die Birke

(Betula sp.)

 

 

Über die Birke :

Die ca. 30m hohe Hängebirke besitzt eine weiße Rinde und hängende, rötlich braune Äste. Die Blätter der Birke sind dreieckig-rautenförmig zugespitzt und doppelt gesägt. Die Moorbirke ist kleiner als die Hängebirke mit behaarten Zweigen.

 

Die Birke - Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:

Die Birke steht sinnbildlich für den Frühling. Sie wurde als Fruchtbarkeitssymbol angesehen und war Freya, der nordgermanischen Göttin der Liebe und Ehre, geweiht.

Im keltischen Glauben war die Birke der Göttin Berc´hed geweiht, welche dann auch als heilige Birgit ihren Weg in die christliche Kirsche fand.

Symbolisch für das Jungfräuliche, die Jugend, das Reine und Fruchtbare wurden Birkenstämme zu Beginn des Frühlings in die Dörfer geholt und die anbrechende fruchtbare Jahreszeit damit gefeiert. Aus dieser Tradition ist auch der heute teilweise noch aufgestellte Maibaum entstanden der zum 1. Mai aufgestellt wird und die Vereinigung von Himmel und Erde, Mann und Frau als Fruchtbarkeitsfest gefeiert.

Am Körper getragene Birken-Amulette oder an und in den Häusern und Hütten angebrachte Birkenzweige sollten vor bösem Zauber und der Hexerei bewahren. Gegen Krankheiten, die oft als böser Zauber oder auch als Fluch angesehen wurden, wollte man innerlich ebenfalls den Schutz der Birken nutzen und kochte aus Rinden und Blättern Aufgüsse oder fertigte Auflagen für Wunden.


Ein weiterer Brauch war es das Gichtkranke versuchten mit Hilfe der Birke ihre Leiden loszuwerden, indem Sie vor Sonnenaufgang stillschweigend zu einer Birke gingen, den Baum zu schütteln und dabei zu sprechen:

Birkenbaum, ich schüttle Dich,

77erlei Gichten quälen mich,

solange sollen sie in die sein verbunden,

bis meine 77erlei Gichten verschwunden“.

 

Die Birkenrinde wird heute noch in Sibirien traditionell zu Gefäßen und Aufbewahrungsdosen verarbeitet. Die Lebensmittel können darin nicht nur trocken und langlebig gelagert werden, da die Birkenrinde antiseptische Eigenschaften hat.

 

Die Birke findet sich in verschiedenen Märchen wieder z.B.

 

Im Märchen von der schlanken Birke

 


 

Die Birke in der Heilkunde:

Birkenblätter wirken Harntreiben und werden zur Durchspülungstherapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege eingesetzt und zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden.

In der Volksheilkunde auch zur Blutreinigung als Frühjahrskur.

Bei Krätze und Ekzemen kommt der Birkenteer noch selten zur Anwendung. Ölauszüge aus Birkenknospen- und -blättern wird ebenfalls zur Behandlung von Ekzemen verwendet.

Birkenwasser hingegen noch als Mittel gegen Schuppen und Haarausfall.

Der Birkensaft gilt auch als gutes Mittel gegen Nieren- und Gallensteine. Bevor man nun aber loszieht um eine Birke anzubohren und den Saft herausfließen zu lassen beachte man, dass es den Baum das Leben kosten kann!

 

Die Birke in der Wildpflanzenküche:

Die zarten Birkenblätter im Frühjahr schmecken, in feine Streifen geschnitten, in Wildkräutersalaten oder mit Frischkäse oder Quark auf frisch gebackenem Brot.



Das wilde Stiefmütterchen

(Viola tricolor)

 

 

Über das Stiefmütterchen:

Die 20-30cm hohe Pflanze mit Ihren lanzettich bis herzförmig, am Rand stumpf gezahnten Blättern besitzt lang gestielte Blüten, die je nach Unterart gelblich-weiß, gelb, violett oder dreifarbig sind.

 

 


 

Das Stiefmütterchen - Sagen, Mythen, Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:

In der ersten Hälfte des 18Jhd. taucht der Name „Stiefmütterchen“ auf:

Die stolzen Töchter sind die beiden mittleren, zweifarbigen Blütenblätter. Die beiden einfarbigen Blütenblättchen sind die Stieftöchter und das Große in der Mitte ist die Stiefmutter.

Die älteste Legende zum Stiefmütterchen stammt aus der griechischen Mythologie. Zeus verliebte sich in die ungewöhnlich schöne Io. Als seine Frau Hera dies bemerkte, wurde Io in eine weiße Kuh verwandelt. „Viola“ wurde von „ion“ abgeleitet und die Pflanze, der Sage nach, von Zeus als Nahrung für Io hervorgebracht.

Das Stiefmütterchen findet sich auch im Zusammenhang mit Napoleon wieder. Als er 1814 ins Exil nach Elba gehen musste, wurde: „Viola“ als Losungswort von den Bonapartisten gewählt. Als Napoleon 1815 nach Frankreich zurückkehrte, wurden Flugblätter gedruckt, auf denen sein Gesicht in der Mitte eines Stiefmütterchens gedruckt war.

Pensée“ lautet die französische Bezeichnung für das Stiefmütterchen. Neben dem Bild stand "Unique pensée de la France" , was bedeutet“Frankreichs einziger Gedanke“.

In Shakespeares Sommernachtstraum wurde der Saft der Pflanze als erotisches Zaubermittel von Oberon gebraucht, um Titania zu gewinnen.

 

Kein Märchen, sondern eine Novelle von Theodor Storm trägt den Titel:

 

Viola Tricolor

 

Das Stiefmütterchen in der Heilkunde:

Stiefmütterchentee wird bei Hauterkrankungen und Milchschorf verabreicht. Innerlich als Tee und äußerlich in Form von Bädern, Waschungen und Auflagen.

Ferner findet das Stiefmütterchenkraut auch Anwendung bei Halsentzündungen und fiebrigen Erkältungen.

In der Volksmedizin wird das Stiefmütterchenkraut auch als Blutreinigungsmittel bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht verwendet.

 

Das Wilde Stiefmütterchen in der Küche:

Die Blüten werden als hübscher Blickfang verwendet. Auf Nachspeisen und Salaten, mt anderen essbaren Blüten oder als dekorative Erfrischung eingefroren in Eiswürfeln.



Das wilde Stiefmütterchen

(Viola tricolor)

 

 

Über das Stiefmütterchen:

Die 20-30cm hohe Pflanze mit Ihren lanzettich bis herzförmig, am Rand stumpf gezahnten Blättern besitzt lang gestielte Blüten, die je nach Unterart gelblich-weiß, gelb, violett oder dreifarbig sind.

 

 


 

Das Stiefmütterchen - Sagen, Mythen, Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:

In der ersten Hälfte des 18Jhd. taucht der Name „Stiefmütterchen“ auf:

Die stolzen Töchter sind die beiden mittleren, zweifarbigen Blütenblätter. Die beiden einfarbigen Blütenblättchen sind die Stieftöchter und das Große in der Mitte ist die Stiefmutter.

Die älteste Legende zum Stiefmütterchen stammt aus der griechischen Mythologie. Zeus verliebte sich in die ungewöhnlich schöne Io. Als seine Frau Hera dies bemerkte, wurde Io in eine weiße Kuh verwandelt. „Viola“ wurde von „ion“ abgeleitet und die Pflanze, der Sage nach, von Zeus als Nahrung für Io hervorgebracht.

Das Stiefmütterchen findet sich auch im Zusammenhang mit Napoleon wieder. Als er 1814 ins Exil nach Elba gehen musste, wurde: „Viola“ als Losungswort von den Bonapartisten gewählt. Als Napoleon 1815 nach Frankreich zurückkehrte, wurden Flugblätter gedruckt, auf denen sein Gesicht in der Mitte eines Stiefmütterchens gedruckt war.

Pensée“ lautet die französische Bezeichnung für das Stiefmütterchen. Neben dem Bild stand "Unique pensée de la France" , was bedeutet“Frankreichs einziger Gedanke“.

In Shakespeares Sommernachtstraum wurde der Saft der Pflanze als erotisches Zaubermittel von Oberon gebraucht, um Titania zu gewinnen.

 

Kein Märchen, sondern eine Novelle von Theodor Storm trägt den Titel:

 

Viola Tricolor

 

Das Stiefmütterchen in der Heilkunde:

Stiefmütterchentee wird bei Hauterkrankungen und Milchschorf verabreicht. Innerlich als Tee und äußerlich in Form von Bädern, Waschungen und Auflagen.

Ferner findet das Stiefmütterchenkraut auch Anwendung bei Halsentzündungen und fiebrigen Erkältungen.

In der Volksmedizin wird das Stiefmütterchenkraut auch als Blutreinigungsmittel bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht verwendet.

 

Das Wilde Stiefmütterchen in der Küche:

Die Blüten werden als hübscher Blickfang verwendet. Auf Nachspeisen und Salaten, mt anderen essbaren Blüten oder als dekorative Erfrischung eingefroren in Eiswürfeln.



Das wilde Stiefmütterchen

(Viola tricolor)

 

 

Über das Stiefmütterchen:

Die 20-30cm hohe Pflanze mit Ihren lanzettich bis herzförmig, am Rand stumpf gezahnten Blättern besitzt lang gestielte Blüten, die je nach Unterart gelblich-weiß, gelb, violett oder dreifarbig sind.

 

 


 

Das Stiefmütterchen - Sagen, Mythen, Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:

In der ersten Hälfte des 18Jhd. taucht der Name „Stiefmütterchen“ auf:

Die stolzen Töchter sind die beiden mittleren, zweifarbigen Blütenblätter. Die beiden einfarbigen Blütenblättchen sind die Stieftöchter und das Große in der Mitte ist die Stiefmutter.

Die älteste Legende zum Stiefmütterchen stammt aus der griechischen Mythologie. Zeus verliebte sich in die ungewöhnlich schöne Io. Als seine Frau Hera dies bemerkte, wurde Io in eine weiße Kuh verwandelt. „Viola“ wurde von „ion“ abgeleitet und die Pflanze, der Sage nach, von Zeus als Nahrung für Io hervorgebracht.

Das Stiefmütterchen findet sich auch im Zusammenhang mit Napoleon wieder. Als er 1814 ins Exil nach Elba gehen musste, wurde: „Viola“ als Losungswort von den Bonapartisten gewählt. Als Napoleon 1815 nach Frankreich zurückkehrte, wurden Flugblätter gedruckt, auf denen sein Gesicht in der Mitte eines Stiefmütterchens gedruckt war.

Pensée“ lautet die französische Bezeichnung für das Stiefmütterchen. Neben dem Bild stand "Unique pensée de la France" , was bedeutet“Frankreichs einziger Gedanke“.

In Shakespeares Sommernachtstraum wurde der Saft der Pflanze als erotisches Zaubermittel von Oberon gebraucht, um Titania zu gewinnen.

 

Kein Märchen, sondern eine Novelle von Theodor Storm trägt den Titel:

 

Viola Tricolor

 

Das Stiefmütterchen in der Heilkunde:

Stiefmütterchentee wird bei Hauterkrankungen und Milchschorf verabreicht. Innerlich als Tee und äußerlich in Form von Bädern, Waschungen und Auflagen.

Ferner findet das Stiefmütterchenkraut auch Anwendung bei Halsentzündungen und fiebrigen Erkältungen.

In der Volksmedizin wird das Stiefmütterchenkraut auch als Blutreinigungsmittel bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht verwendet.

 

Das Wilde Stiefmütterchen in der Küche:

Die Blüten werden als hübscher Blickfang verwendet. Auf Nachspeisen und Salaten, mt anderen essbaren Blüten oder als dekorative Erfrischung eingefroren in Eiswürfeln.



Das wilde Stiefmütterchen

(Viola tricolor)

 

 

Über das Stiefmütterchen:

Die 20-30cm hohe Pflanze mit Ihren lanzettich bis herzförmig, am Rand stumpf gezahnten Blättern besitzt lang gestielte Blüten, die je nach Unterart gelblich-weiß, gelb, violett oder dreifarbig sind.

 

 


 

Das Stiefmütterchen - Sagen, Mythen, Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:

In der ersten Hälfte des 18Jhd. taucht der Name „Stiefmütterchen“ auf:

Die stolzen Töchter sind die beiden mittleren, zweifarbigen Blütenblätter. Die beiden einfarbigen Blütenblättchen sind die Stieftöchter und das Große in der Mitte ist die Stiefmutter.

Die älteste Legende zum Stiefmütterchen stammt aus der griechischen Mythologie. Zeus verliebte sich in die ungewöhnlich schöne Io. Als seine Frau Hera dies bemerkte, wurde Io in eine weiße Kuh verwandelt. „Viola“ wurde von „ion“ abgeleitet und die Pflanze, der Sage nach, von Zeus als Nahrung für Io hervorgebracht.

Das Stiefmütterchen findet sich auch im Zusammenhang mit Napoleon wieder. Als er 1814 ins Exil nach Elba gehen musste, wurde: „Viola“ als Losungswort von den Bonapartisten gewählt. Als Napoleon 1815 nach Frankreich zurückkehrte, wurden Flugblätter gedruckt, auf denen sein Gesicht in der Mitte eines Stiefmütterchens gedruckt war.

Pensée“ lautet die französische Bezeichnung für das Stiefmütterchen. Neben dem Bild stand "Unique pensée de la France" , was bedeutet“Frankreichs einziger Gedanke“.

In Shakespeares Sommernachtstraum wurde der Saft der Pflanze als erotisches Zaubermittel von Oberon gebraucht, um Titania zu gewinnen.

 

Kein Märchen, sondern eine Novelle von Theodor Storm trägt den Titel:

 

Viola Tricolor

 

Das Stiefmütterchen in der Heilkunde:

Stiefmütterchentee wird bei Hauterkrankungen und Milchschorf verabreicht. Innerlich als Tee und äußerlich in Form von Bädern, Waschungen und Auflagen.

Ferner findet das Stiefmütterchenkraut auch Anwendung bei Halsentzündungen und fiebrigen Erkältungen.

In der Volksmedizin wird das Stiefmütterchenkraut auch als Blutreinigungsmittel bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht verwendet.

 

Das Wilde Stiefmütterchen in der Küche:

Die Blüten werden als hübscher Blickfang verwendet. Auf Nachspeisen und Salaten, mt anderen essbaren Blüten oder als dekorative Erfrischung eingefroren in Eiswürfeln.



Die Schlüsselblume

(primula veris)


 

 

Über die Schlüsselblume:

Die Schlüsselblume ist eine etwa 10cm hohe Pflanze mit kräftigem, kurzem Wurzelstock und länglich bis eiförmigen, an der Unterseite behaarten Blättern. An länglichen Stängeln sitzen in Dolden zusammengefasst die gelben Blütenkelche.

 

Die Schlüsselblume - Sagen, Mythen, Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft...eine kleine Auswahl:

Einer alten Volkssage zufolge, gibt es die Schlüsselblume wegen drei gelangweilter Engel: Diese fertigten eine Kopie des Himmelsschlüssel von Petrus, um der Monotonie des Himmels entfliehen zu können und auf der Erde ein wenig Unfug zu treiben. Doch die drei waren ebenso ungehorsam wie vergesslich und versäumten das Himmelstor wieder hinter sich zu schließen. Petrus schickte ihnen die Erzengel hinterher um die drei Ausreißer wieder zurückzubringen. An der Stelle, an der den drei geflohenen Engel vor Schreck der Schlüssel entglitt, ließ Gott eine Wiese voller Schlüsselblumen erblühen. So konnten die drei Entflohenen ohne Mühe gefunden werden.

In den heidnischen Religionen galt die Schlüsselblume als Sonnenpflanze des Frühjahrs, mit denen die Altäre zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche geschmückt wurden.

Man feierte die Rückkehr der Sonne und die Fruchtbarkeit der Erde.

Der Schlüsselblume wurden, wie vielen Frühlingsblumen, eine dämonenabwehrende Wirkung zugesprochen. So wurde zum Beispiel bei unerklärlichen Erkrankungen des Viehs am Walpurgistag vor Sonnenaufgang pulversierte Schlüsselblume verfüttert.

Der lateinische Name „Primula veris“ bedeutet übersetzt „die Erste des Frühlings“ (Primus = der Erste, ver = Frühling).

 

Die Schlüsselblume in der Heilkunde:

Schlüsselblumenwurzeln werden gegen Erkältungskrankheiten, akute und chronische Bronchitis und Verschleimung der Atemwege eingesetzt.

Die Blüten werden ebenfalls als mildes Mittel gegen Husten und Erkältungskrankheiten sowie Nasennebenhöhlenentzündungen verwendet.

In der Volksheilkunde werden die Blüten außerdem bei rheumatischen Erkrankungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und nervösen Beschwerden verabreicht.

 

Die Weide

(Salix sp.)

Über die Weide:

Die als Strauch oder Baum wachsende Weide bevorzugt feuchte Standorte. Sie hat eine rissige, graue Borke und längliche bis lanzettliche, am Rande meist fein gesägte und behaarte oder kahle Blätter je nach Art. Ihr Blütenstand, die sogenannten Weidenkätzchen, besitzt an der Farbe der Staubblätter erkennbare männliche (gelb) sowie weibliche (grün) Blüten.

 

 

Die Weide - Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:

Die Weide steht in enger Verbindung mit dem Wasser und dem Mond. Sie ist ein mystischer Baum, ein Baum des Zaubers und der Magie und symbolisiert die Fruchtbarkeit, das Wachstum und die Wiedergeburt. In der Weide ist eine enorme Urkraft des Lebens beheimatet, aus dem kleinsten Zweig sprießen schon innerhalb kurzer Zeit Wurzeln, wenn man ihn nur feucht genug hält. Sie war den Menschen und vor allem den Heilkundigen unserer naturreligiösen Vorfahren heilig.

Später wurde die Weide dämonisiert, sie solle in Verbindung zur Geisterwelt stehen. Es war ein Baum vor dem man sich hüten musste, der die Blitze anziehen sollte und Frauen, die sich in der Nähe von alten Weiden aufhielten, standen im Verdacht mit dem Teufel im Bunde zu sein. Junge Mädchen die sich im ausgehöhlten Stamm einer Weide versteckten sollten als fauchende Katzen wieder aus ihm hervorspringen und die Weide wurde häufig benutzt, um zum Tode Verurteilte in ihrer Krone zu erhängen.

 

Die Weide in der Heilkunde:

Die Weidenrinde hat fiebersenkende, entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften und kommt bei Kopfschmerzen, fieberhaften Infekten und akuten und chronischen rheumatische Beschwerden zum Einsatz – sie ist die „Urgoßmutter der Aspirin“.

In der Volksheilkunde wird sie außerdem bei Zahnschmerzen und Neuralgien verwendet und in Form von Bädern bei Fußschweiß und schlecht heilenden Wunden.

Die Hyazinthe

(Hyacinthus officinalis)

 


Über die Hyazinthe :

Hyazinthen sind ausdauernde krautige Pflanzen deren Zwiebeln in der Erde überdauern. Die Blätter der Hyazinthe sind schmal und streifenartig. Die Blüten wachsen an kurzen traubigen Blütenständen und haben einen stark süßen, durchdringenden Duft.

 

Die Hyazinthe - Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:

 

Die Hyakinthos-Sage

Hyakinthos erregte mit seiner auffallenden Schöhnheit die Aufmerksamkeit von Zephyros, dem Gott des Westwindes, und auch Apollon (Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und der Künste) fand Gefallen an dem Jüngling.

Beim Diskuswerfen traf Apollon aber Hyakinthos mit dem Diskus und tötete ihn. Zephyros der eifersüchtig auf die Liebe Hyakinthos' zu Apollon war lenkte deshalb den Diskus in der Luft

ab, so dass dieser Hyakinthos traf und tötete.

 

Die Hyazinthe in der Heilkunde:

Hyazinthen sind giftig und werden in der Heilkunde nicht verwendet. Früher wurde sie wohl als Mittel gegen Gelbsucht und bei Blutungen eingesetzt, außerdem wurde die Zwiebel aufgelegt um den Haarwuchs zu vermindern, in Anbetracht der Tatsache das beim häufigen Kontakt mit der Pflanze zu Hautreizungen kommen kann eine ziemlich radikale Maßnahme.



Die Narzisse

(Narcissus)

Über die Narzisse :

Narzissen sind mehrjährige, krautige Pflanzen mit Zwiebeln zur Überdauerung. Je nach Art erreichen die Narzissen 5 – 80 cm Wuchshöhe. Die Form der Blätter variiert von grasartig bis stielrund. Die Blütenstände tragen ein bis 20 Blüten in variabler Blütenform und -größe, die Farben reichen von weiß, über gelb bis orange und zweifarbig.

 

 

Die Narzisse - Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:


Die Sage von Narziss

Der römische Dichter Ovid berichtet von einem Jüngling mit dem Namen Narziss oder Narkissos, der von ungewöhnlich reizvollem Erscheinungsbild war. Die Quellnymphe Echo verliebte sich in ihn. Ihr Schicksal war es aber, dass der Jüngling ihr Werben um ihn nicht vernehmen konnte, da sie stets nur die zu ihr gesprochenen Worte zurückgeben konnte. Narziss verspottete sie, während sie sich so nach ihm verzehrte, dass sie dahinschwand und nur noch ihr Echo zu vernehmen war.

Dafür wurde er von Nemesis, nach anderen Quellen durch Aphrodite, dadurch bestraft, dass er in unstillbare Liebe zu seinem eigenen im Wasser widergespiegelten Abbild verfiel. Damit erfüllte sich die Vorhersage des Sehers Teiresias, wonach er ein langes Leben nur dann haben werde, wenn er sich nicht selbst kennen lerne.

Eines Tages setzte Narziss sich an den See, um sich seines Spiegelbildes zu erfreuen. Durch Fügung seines Geschicks fiel ein Blatt ins Wasser und die so erzeugten Wellen trübten sein Spiegelbild – schockiert von der vermeintlichen Erkenntnis, er sei hässlich (wegen der Wellen, die sein Spiegelbild verzerrten), starb er. Nach seinem Tode wurde er in eine Narzisse verwandelt.

 

Die Narzisse in der Heilkunde:

Da die Narzisse giftig ist wurde findet sie in der Heilkunde keine Anwendung.

Lediglich ein in der gelben Narzisse vorkommender Wirkstoff wird in isolierter Form zur Therapie von mittelgradiger Demenz und Alzheimer in der Schulmedizin verwendet.

In der Volksheilkunde wurde die Narzisse gelegentlich als Brechmittel und zur Behandlung von Hauterkrankungen, Erkältungen und Keuchhusten eingesetzt.

Das Gänseblümchen

(Belis perennis)

 

Über das Gänseblümchen:

Das Gänseblümchen ist eine kleine pflanze von 10-15cm Größe Aus einer Blattrosette mit rundlich, spateligen oder rundlich-herzförmigen, gezähnten Blättern entspringt ein längerer Blütenstiel mit den allseits bekannten weißen, teilweise auch rötlich geränderten Strahlenblüten mit gelber Mitte.

 


Das Gänseblümchen, Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:

 

Das Gänseblümchen wurde in den nordischen Ländern auch „Baldurs Auge“ oder „Baldurs Braue“ genannt. Es zeigte den Menschen im Norden, wo die Sonne nur selten scheint, mit dem Öffnen seines Blütenkelches die Anwesenheit des Sonnengottes Baldur an. Bei regnerischem Wetter und bedecktem Himmel bleiben die Blüten geschlossen, doch kommt die Sonne zum Vorschein öffnen sich die Blüten und neigen ihre Köpfchen der Sonne entgegen.

Das Gänseblümchen symbolisiert außerdem die Widerstandskraft, egal wie oft es getreten wird, es richtet sich immer wieder auf.

 

Das Gänseblümchen von Hans Christian Andersen

Nun höre einmal!
Draußen auf dem Lande, dicht am Wege, lag ein Landhaus; du hast es gewiß selbst schon einmal gesehen! Davor liegt ein kleines Gärtchen mit Blumen und einem Zaun, der gestrichen ist. Dicht dabei am Graben, mitten in dem herrlichen grünen Grase, wuchs ein kleines Gänseblümchen. Die Sonne schien ebenso warm und schön darauf herab, wie auf die großen, reichen Prachtblumen im Garten, und deshalb wuchs es von Stunde zu Stunde. Eines Morgens stand es entfaltet da mit seinen kleinen, weißen Blättern, die wie Strahlen rings um die kleine gelbe Sonne in der Mitte sitzen. Es dachte gar nicht daran, daß kein Mensch es dort im Grase sah und daß es nur ein armes, verachtetes Blümchen sei: nein, es war froh und wandte sich der warmen Sonne entgegen, sah zu ihr auf und horchte auf die Lerche, die in den Lüften sang.

Das kleine Gänseblümchen war so glücklich, als ob ein großer Festtag sei, und doch war es nur ein Montag. Alle Kinder waren in der Schule; während sie auf ihren Bänken saßen und lernten, saß es auf seinen kleinen grünen Stiel und lernte auch von der warmen Sonne und allem ringsumher, wie gut Gott ist, und es erschien ihm recht, daß die kleine Lerche so deutlich und schön alles sang, was es selbst im Stillen fühlte. Und das Gänseblümchen sah mit einer Art Ehrfurcht zu dem glücklichen Vogel empor, der singen und fliegen konnte, aber es war gar nicht betrübt darüber, daß es selbst das nicht konnte. "Ich sehe und höre ja!" dachte es. "Die Sonne bescheint mich und der Wind küßt mich! Ach, wie reich bin ich doch beschenkt!"

Innerhalb des Zaunes standen so viele steife, vornehme Blumen; je weniger Duft sie hatten, um so hochmütiger erhoben sie ihr Haupt. Die Bauernrosen bliesen sich auf, um größer als die Rosen zu sein, aber die Größe macht es nicht! Die Tulpen hatten die allerschönsten Farben; das wußten sie wohl und hielten sich kerzengerade, damit man sie noch besser sehen konnte. Sie beachteten das junge Gänseblümchen da draußen gar nicht, aber dies sah desto mehr nach ihnen und dachte: "Wie reich und schön sie sind! Ja, zu ihnen fliegt gewiß der prächtige Vogel herunter und besucht sie! Gott sei Dank, daß ich so dicht dabei stehe, da kann ich doch den Staat mit ansehen!" Und gerade, wie es das dachte, "quirrevit!" da kam die Lerche herabgeflogen, aber nicht zu den Bauernrosen und Tulpen, nein, nieder ins Gras zu dem armen Gänseblümchen. Das erschrak so vor lauter Freude, daß es gar nicht wußte, was es denken sollte.

Der kleine Vogel tanzte rings um das Gänseblümchen herum und sang: "Nein, wie ist doch das Gras so weich! Und sieh, welch eine süße kleine Blume mit Gold im Herzen und Silber im Kleid!" Der gelbe Punkt in dem Gänseblümchen sah ja auch aus wie Gold, und die kleinen Blätter ringsherum glänzten silberweiß.
Wie glücklich das kleine Gänseblümchen war, nein, das kann niemand begreifen! Der Vogel küßte es mit seinem Schnabel, sang ihm etwas vor und flog dann wieder in die blaue Luft empor. Es dauerte bestimmt eine ganze halbe Stunde, bevor das Blümchen wieder zu sich kam. Halb verschämt und doch innerlich beglückt sah es zu den anderen Blumen im Garten hinüber. Sie hatten gesehen, welche Ehre und Glückseligkeit ihm widerfahren war, sie mußten ja begreifen, welche Freude das war. Aber die Tulpen standen noch einmal so steif wie vorher und waren ganz spitz im Gesicht und sehr rot, denn sie hatten sich geärgert. Die Bauernrosen waren ganz dickköpfig, buh, es war doch gut, daß sie nicht sprechen konnten, sonst hätte das Gänseblümchen eine ordentliche Predigt bekommen. Die arme, kleine Blume konnte wohl sehen, daß sie nicht guter Laune waren, und das tat ihr von Herzen leid.

Im selbes Augenblick kam ein Mädchen mit einem großen, glänzend scharfen Messer in den Garten. Sie ging gerade auf die Tulpen zu und schnitt eine nach der anderen ab. "Ach!" seufzte das kleine Gänseblümchen, "das ist doch schrecklich! Nun ist es vorbei mit ihnen!" Dann ging das Mädchen mit den Tulpen fort. Das Gänseblümchen war froh, daß es draußen im Grase stand und eine kleine ärmliche Blume war.

Es fühlte sich so recht dankbar, und als die Sonne unterging, faltete es seine Blätter, schlief ein und träumte die ganze Nacht von der Sonne und dem kleinen Vogel.

Am nächsten Morgen, als die Blume glücklich wieder all ihre weißen Blättchen wie kleine Arme dem Licht und der Luft entgegenstreckte, erkannte sie des Vogels Stimme, aber was er sang, klang so traurig. Ja, die arme Lerche hatte guten Grund dazu, sie war gefangen worden und saß nun in einem Bauer dicht an dem offenen Fenster. Sie sang davon, frei und glücklich umherzufliegen, sang von dem jungen, grünen Korn auf den Feldern und von den herrlichen Reisen, die sie auf ihren Schwingen hoch in die Luft hinauf machen konnte. Der arme Vogel war in keiner glücklichen Stimmung. Gefangen saß er im Käfig.

Das kleine Gänseblümchen wollte ihm so gerne helfen, aber wie sollte sie das anfangen, ja, es war schwer, ein Mittel zu finden. Es vergaß fast, wie schön alles rundumher stand, wie warm die Sonne schien und wie schön seine eigenen Blätter aussahen. Ach, sie konnte nur an den armen Vogel denken, für den sie doch gar nichts tun konnte.

Zu gleicher Zeit kamen zwei kleine Knaben aus dem Garten; der eine hatte ein Messer in der Hand, ebenso groß und scharf wie das, mit dem das Mädchen die Tulpen abgeschnitten hatte. Sie gingen gerade auf das kleine Gänseblümchen zu, das gar nicht begreifen konnte, was sie wollten.

"Hier können wir uns einen prächtigen Rasenfleck für die Lerche herausschneiden!" sagte der eine Knabe und begann ein Viereck tief um das Gänseblümchen herum herauszuschneiden, so daß es mitten in den Rasenfleck zu stehen kam.

"Reiß die Blume ab!" sagte der andere Knabe und das Gänseblümchen zitterte ordentlich vor Angst, denn abgerissen werden, hieß ja das Leben verlieren, und nun wollte sie so gern leben, da sie doch mit dem Rasenfleck in das Bauer zu der gefangenen Lerche kommen sollte.

"Nein, laß sie sitzen!" sagte der andere Knabe, "sie putzt so hübsch!" und so blieb sie stehen und kam mit in das Bauer zu der Lerche.

Aber der arme Vogel klagte laut über die verlorene Freiheit und schlug mit den Flügeln gegen den Eisendraht des Käfigs; das kleine Gänseblümchen konnte nicht sprechen, konnte nicht ein tröstendes Wort sagen, wie gerne sie es auch wollte. So verging der ganze Vormittag.

"Hier ist kein Wasser!" sagte die gefangene Lerche, "sie sind alle fortgegangen und haben vergessen, mir einen Tropfen zu trinken zu geben! Mein Hals ist trocken und brennend! Es ist, als ob Feuer und Eis in mir wären und die Luft ist so schwer! Ach, ich muß sterben, muß fort von dem warmen Sonnenschein, dem frischen Grün, von all der Herrlichkeit, die Gott geschaffen hat!" und sie bohrte ihren Schnabel in den kühlen Rasenfleck, um sich dadurch ein wenig zu erfrischen; da fielen ihre Augen auf das Gänseblümchen; der Vogel nickte ihm zu, küßte es mit dem Schnabel und sagte: "Du mußt auch hier drinnen verwelken, du arme, kleine Blume! Dich und den kleinen, grünen Rasenfleck hat man mir für die ganze Welt gegeben, die ich draußen hatte! Jeder kleine Grashalm soll für mich ein grüner Baum sein, jedes von deinen weißen Blättchen eine duftende Blume! Ach, Ihr erzählt mir nur, wieviel ich verloren habe!"

"Wer ihn doch trösten könnte!" dachte das Gänseblümchen, aber es konnte kein Blatt bewegen; doch der Duft, der aus den feinen Blättchen strömte, war weit stärker, als man ihn sonst bei dieser Blume findet. Das merkte der Vogel auch, und obgleich er vor Durst verschmachtete und in seiner Pein die grünen Grashalme abriß, berührte er doch das Blümchen nicht.

Es wurde Abend, und noch immer kam niemand und brachte dem armen Vogel einen Tropfen Wasser; da streckte er seine hübschen Flügel aus, schüttelte sie krampfhaft, sein Gesang war ein wehmütiges Piepiep; das kleine Köpfchen neigte sich der Blume entgegen, und des Vogels Herz brach vor Durst und Sehnsucht. Da konnte das Blümchen nicht mehr, wie am Abend vorher, seine Blätter zusammenfalten und schlafen, sie hingen krank und traurig zur Erde nieder.

Erst am nächsten Morgen kamen die Knaben, und als sie den Vogel tot sahen, weinten sie. Sie weinten viele Tränen und gruben ihm ein niedliches Grab, das mit Blumenblättern geschmückt wurde. Des Vogels Leiche kam in eine schöne, rote Schachtel; königlich sollte er begraben werden, der arme Vogel! Als er lebte und sang, vergaßen sie ihn, ließen ihn im Bauer sitzen und Durst leiden, nun bekam er Pracht und viele Tränen.

Aber der Rasenfleck mit dem Gänseblümchen wurde auf die Landstraße in den Staub geworfen. Niemand dachte an sie, die doch am meisten für den kleinen Vogel gefühlt hatte und ihn so gerne getröstet hätte!

 

Das Gänseblümchen in der Heilkunde:

In der Volksheilkunde kommt das Gänseblümchen bei erkältungsbedingten Atemwegserkrankungen, Leberleiden und Erkrankungen der Haut zum Einsatz und außerdem als Wundheilmittel bei Quetschungen und Blutergüssen. In der traditionellen Frauenheilkunde und Geburtshilfe, vor allem zur Unterstützung der Rückbildung nach de Geburt.

In der Homöopathie wird das Gänseblümchen ebenfalls bei Verstauchungen, Prellungen, Muskelschmerzen und Hauterkrankungen eingesetzt.

In der Schulmedizin findet das Gänseblümchen keine Verwendung.




Anrufen

E-Mail