Die Weide

Die Weide

(Salix sp.)

Über die Weide:

Die als Strauch oder Baum wachsende Weide bevorzugt feuchte Standorte. Sie hat eine rissige, graue Borke und längliche bis lanzettliche, am Rande meist fein gesägte und behaarte oder kahle Blätter je nach Art. Ihr Blütenstand, die sogenannten Weidenkätzchen, besitzt an der Farbe der Staubblätter erkennbare männliche (gelb) sowie weibliche (grün) Blüten.

 

 

Die Weide - Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:

Die Weide steht in enger Verbindung mit dem Wasser und dem Mond. Sie ist ein mystischer Baum, ein Baum des Zaubers und der Magie und symbolisiert die Fruchtbarkeit, das Wachstum und die Wiedergeburt. In der Weide ist eine enorme Urkraft des Lebens beheimatet, aus dem kleinsten Zweig sprießen schon innerhalb kurzer Zeit Wurzeln, wenn man ihn nur feucht genug hält. Sie war den Menschen und vor allem den Heilkundigen unserer naturreligiösen Vorfahren heilig.

Später wurde die Weide dämonisiert, sie solle in Verbindung zur Geisterwelt stehen. Es war ein Baum vor dem man sich hüten musste, der die Blitze anziehen sollte und Frauen, die sich in der Nähe von alten Weiden aufhielten, standen im Verdacht mit dem Teufel im Bunde zu sein. Junge Mädchen die sich im ausgehöhlten Stamm einer Weide versteckten sollten als fauchende Katzen wieder aus ihm hervorspringen und die Weide wurde häufig benutzt, um zum Tode Verurteilte in ihrer Krone zu erhängen.

 

Ein kurzes Märchen der Gebrüder Grimm, welches die magischen Symbole von Katzen und Weiden thematisiert ist:

 

Die Katze aus dem Weidenbaum

 

Die Weide in der Heilkunde:

Die Weidenrinde hat fiebersenkende, entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften und kommt bei Kopfschmerzen, fieberhaften Infekten und akuten und chronischen rheumatische Beschwerden zum Einsatz – sie ist die „Urgoßmutter der Aspirin“.

In der Volksheilkunde wird sie außerdem bei Zahnschmerzen und Neuralgien verwendet und in Form von Bädern bei Fußschweiß und schlecht heilenden Wunden.


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