Die Birke

Die Birke

(Betula sp.)

 

 

Über die Birke :

Die ca. 30m hohe Hängebirke besitzt eine weiße Rinde und hängende, rötlich braune Äste. Die Blätter der Birke sind dreieckig-rautenförmig zugespitzt und doppelt gesägt. Die Moorbirke ist kleiner als die Hängebirke mit behaarten Zweigen.

 

Die Birke - Bräuche, Märchen, Aberglaube, Symbolkraft... eine kleine Auswahl:

Die Birke steht sinnbildlich für den Frühling. Sie wurde als Fruchtbarkeitssymbol angesehen und war Freya, der nordgermanischen Göttin der Liebe und Ehre, geweiht.

Im keltischen Glauben war die Birke der Göttin Berc´hed geweiht, welche dann auch als heilige Birgit ihren Weg in die christliche Kirsche fand.

Symbolisch für das Jungfräuliche, die Jugend, das Reine und Fruchtbare wurden Birkenstämme zu Beginn des Frühlings in die Dörfer geholt und die anbrechende fruchtbare Jahreszeit damit gefeiert. Aus dieser Tradition ist auch der heute teilweise noch aufgestellte Maibaum entstanden der zum 1. Mai aufgestellt wird und die Vereinigung von Himmel und Erde, Mann und Frau als Fruchtbarkeitsfest gefeiert.

Am Körper getragene Birken-Amulette oder an und in den Häusern und Hütten angebrachte Birkenzweige sollten vor bösem Zauber und der Hexerei bewahren. Gegen Krankheiten, die oft als böser Zauber oder auch als Fluch angesehen wurden, wollte man innerlich ebenfalls den Schutz der Birken nutzen und kochte aus Rinden und Blättern Aufgüsse oder fertigte Auflagen für Wunden.


Ein weiterer Brauch war es das Gichtkranke versuchten mit Hilfe der Birke ihre Leiden loszuwerden, indem Sie vor Sonnenaufgang stillschweigend zu einer Birke gingen, den Baum zu schütteln und dabei zu sprechen:

Birkenbaum, ich schüttle Dich,

77erlei Gichten quälen mich,

solange sollen sie in die sein verbunden,

bis meine 77erlei Gichten verschwunden“.

 

Die Birkenrinde wird heute noch in Sibirien traditionell zu Gefäßen und Aufbewahrungsdosen verarbeitet. Die Lebensmittel können darin nicht nur trocken und langlebig gelagert werden, da die Birkenrinde antiseptische Eigenschaften hat.

 

Die Birke findet sich in verschiedenen Märchen wieder z.B.

 

Im Märchen von der schlanken Birke

 


 

Die Birke in der Heilkunde:

Birkenblätter wirken Harntreiben und werden zur Durchspülungstherapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege eingesetzt und zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden.

In der Volksheilkunde auch zur Blutreinigung als Frühjahrskur.

Bei Krätze und Ekzemen kommt der Birkenteer noch selten zur Anwendung. Ölauszüge aus Birkenknospen- und -blättern wird ebenfalls zur Behandlung von Ekzemen verwendet.

Birkenwasser hingegen noch als Mittel gegen Schuppen und Haarausfall.

Der Birkensaft gilt auch als gutes Mittel gegen Nieren- und Gallensteine. Bevor man nun aber loszieht um eine Birke anzubohren und den Saft herausfließen zu lassen beachte man, dass es den Baum das Leben kosten kann!

 

Die Birke in der Wildpflanzenküche:

Die zarten Birkenblätter im Frühjahr schmecken, in feine Streifen geschnitten, in Wildkräutersalaten oder mit Frischkäse oder Quark auf frisch gebackenem Brot.




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